Waldbrand – Kooperation probt den Ernstfall

Am 26.06.2018 haben die Maschinisten und Wasserförderer der neuen Kooperation der Ortsfeuerwehren aus der Gemeinde Römstedt gemeinsam ihren Fachausbildungsdienst abgehalten. Römstedts Ortsbrandmeister hatte in diesem Zusammenhang ein komplexes Szenario für die Einsatzkräfte entworfen. 

Zu Beginn der Ausbildung wurden unter den Teilnehmern drei buntgemischte Einsatzgruppen gebildet. Dadurch konnte die Zusammenarbeit der einzelnen Ortsfeuerwehren Drögennottorf, Masbrock-Havekost und Römstedt intensiv geschult werden. Als Übungsobjekt war ein Waldgebiet am Elbe-Seitenkanal in unmittelbarer Nähe der Brücke über die Landesstraße 232 auserkoren worden. Die angenommene Lage beschrieb ein ausgedehntes Bodenfeuer, das sich durch die vorherrschenden Windverhältnisse in Richtung eines virtuellen Schutzobjektes ausdehnte. Bei diesem Objekt könnte es sich beispielsweise um ein Trafohäuschen, einen Gasverteiler oder um eine Fernmeldeanlage handeln, deren Ausfall weitreichende Konsequenzen für die Bevölkerung zur Folge hätte.
Die erste Gruppe unter der Leitung von Gruppenführer Lutz Tusch betrieb mit dem LF 10 zwei Turbinentauchpumpen und befüllte neben dem zur Unterstützung gerufenen TLF 4000 der Ortsfeuerwehr Bad Bevensen auch den Faltbehälter des GW-L 2 mit Wasser aus dem Kanal. Die zweite Gruppe mit ihrem Gruppenführer Oliver Heinrich hatte den 5.000 Liter fassenden, geschlossenen Faltbehälter aufgebaut und entnahm daraus Wasser mittels der TS 10/1500 des GW. Die dritte Gruppe unter der Führung von Drögennottorfs Ortsbrandmeister Jan Jeß förderte Löschwasser mithilfe der Tragkraftspritzen aus Drögennottorf und Masbrock direkt aus der Bundeswasserstraße.
Nachdem die Wasserversorgung für die Einsatzstelle stand, wurde mit der Abriegelung des Schutzobjektes begonnen. Mitglieder der ersten beiden Gruppen installierten dazu fünf nebeneinander angeordnete Behelfswasserwerfer, die mit C-Hohlstrahlrohren ausgestattet waren, zwischen Objekt und angedachtem Feuersaum. Alle Hohlstrahlrohre agierten mit Sprühstrahl und vollem Wasserdurchfluss, so dass eine Art Wasserwand sich dem Feuer entgegenstellte. Kameraden der dritten Gruppe begannen an einer Flanke des Brandbereiches durch den Einsatz von einem C- und zwei D-Hohlstrahlrohren mit der direkten Brandbekämpfung. Zu Spitzenzeiten wurden insgesamt an den eingesetzten Strahlrohren etwa 2.000 Liter Löschwasser pro Minute abgenommen. Außerdem wurden ca. 1.000 Liter pro Minute dem Tanklöschfahrzeug zugeführt, welches anschließend im Pendelverkehr die Brandbekämpfung an anderer Stelle fortsetzte.
Bei der abschließenden Übungsnachbesprechung zeigte sich Ortsbrandmeister Michael Lüders sehr zufrieden mit dem Erreichten. Der Betrieb der beiden Turbinentauchpumpen habe sich als äußerst wirkungsvoll und echte Alternative zum Beispiel bei schwer zugänglichen Wasserentnahmestellen erwiesen. Der weitere Übungsfortschritt sei sehr routiniert verlaufen und die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte aus den drei verschiedenen Ortsfeuerwehren als vorbildlich zu bezeichnen gewesen.