Fachgruppe Maschinisten


Wasser ist nicht Alles, aber ohne Wasser ist alles nichts.
Sehr vereinfacht dargestellt, aber im Kern dieser Aussage liegt in Belangen der Feuerwehr doch ein großes Stück Wahrheit. Wasser ist fast überall in ausreichender Menge vorhanden, kann mitgeführt oder über längere Strecken gefördert werden, ist relativ kostengünstig und in seiner Löschwirkung oft zufriedenstellend. Außerdem wird es auch zur Herstellung von Löschschaum benötigt. Um das Löschmittel Wasser seiner Bestimmung zuzuführen und seine größtenteils kühlende Löschwirkung zum Beispiel bei Bränden über Schlauchleitungen und diverse Armaturen in Erscheinung treten zu lassen, ist der Einsatz von leistungsstarken Pumpen unabdingbar.

An dieser Stelle betritt der Maschinist die Bühne einer Einsatzstelle. Er ist für die Bedienung der Pumpen und aller anderer Aggregate der Feuerwehr zuständig. Ohne seine Fachkenntnis in Bezug auf Pumpenabstände, Ein- und Ausgangsdrücke oder Wasserentnahmen wäre so ziemlich jede Brandeinsatzstelle dem Untergang geweiht. Grundlagen für seine Kenntnisse wurden während eines ausführlichen Lehrganges gelegt. 

Nun heißt es in den Fachdiensten, das erworbene Grundwissen zu kräftigen, zu erweitern und den jeweiligen Gegebenheiten der Ortswehr und des Einsatzgebietes anzupassen. Dabei soll jedem Maschinisten die wichtige Bedeutung und die damit zusammenhängende Verantwortung in seinem Aufgabenbereich vermittelt werden. Die Wasserförderung in Abhängigkeit von der Wasserentnahmestelle spielt eine nicht unwesentliche Rolle. Entnimmt die Feuerwehr Wasser aus einem offenen Gewässer, über einen Hydranten aus dem Trinkwassernetz oder reicht vielleicht sogar der mitgeführte Löschwasservorrat des Fahrzeugs aus? Das alles ist für den Maschinisten von immenser Wichtigkeit und Voraussetzung für die Bedienung der eingesetzten Pumpe. Außerdem muss er sich mit der Funktionsweise der Sonderaggregate auseinandersetzen. Wenn etwa eine Einsatzstelle aufgrund von Dunkelheit ausgeleuchtet werden soll, hat der Maschinist die einwandfreie Leistung des Stromerzeugers sicherzustellen. Und letztendlich ist der Maschinist in den meisten Fällen auch der Fahrer des Fahrzeugs, gibt benötigte Gegenstände an die restliche Mannschaft aus und sorgt vor dem Abrücken für ein vorschriftsmäßiges Verstauen der mitgeführten Beladung. Aus diesen Gründen werden die Maschinisten ausgiebig auf den Fahrzeugen geschult und sollen sich dabei einen ausführlichen Überblick über die verladenen Feuerwehrutensilien verschaffen.
 

Ansatz:   2 zusätzliche Dienste pro Jahr